Trotz Ausnahmezustand ist in Chile wieder ein Mapuche getötet worden. Präsident Boric hatte die politische Maßnahme zuvor selbst noch kritisiert.
BUENOS AIRES taz | In der südchilenischen Region La Araucanía ist ein Angehöriger vom Volk der Mapuche getötet worden. Am frühen Dienstagmorgen war ein Kleinbus mit 30 Waldarbeitern von Vermummten beschossen worden. Während vier Personen durch die Schüsse verletzt wurden, verstarb ein 66-Jähriger an den Folgen eines Kopfschusses.
Seit Jahren kommt es in der Region La Araucanía zu Überfällen und Brandanschlägen auf Farmen, Forstbetriebe und Transportfahrzeuge. Der Verdacht richtet sich auch gegen radikale Gruppen der Mapuche, die für die Rückgabe ihrer Ländereien kämpfen. Militarisierung statt Politik des Dialogs? Mitte Mai verhängte die Regierung schließlich den Ausnahmezustand über La Araucanía und Teile der Region Bío-Bío. „Wir wollen nicht die Regierung sein, unter der ein Soldat ein Mitglied einer Landgemeinschaft tötet“, versuchte Innenministerin Siches etwas hilflos den Einsatz der Militärs zu erklären.
Die Fronten sind denn auch wieder verhärtet. „Diese Regierung redet schön, macht aber das gleiche wie die davor“ erklärte Víctor Queipul, Anführer eines Teils der Mapuche in Ercilla, einem Epizentrum der gewaltsamen Auseinandersetzungen in La Araucanía.
日本 最新ニュース, 日本 見出し
Similar News:他のニュース ソースから収集した、これに似たニュース記事を読むこともできます。
München: Kommissariat ermittelt bei sexualisierter Gewalt gegen KinderDie Münchner Polizei hat eine eigene Abteilung für Delikte der sexualisierten Gewalt gegen Kinder geschaffen. Die Arbeit besteht zu großen Teilen aus unschönen Dingen – und trotzdem ist die Motivation der Ermittler hoch SZPlus
続きを読む »
Eishockey-WM: Deutschland wird Zweiter in der Gruppe hinter SchweizDas deutsche Eishockey-Team verliert knapp gegen die Schweiz und zieht als Gruppen-Zweiter ins WM-Viertelfinale ein. Bundestrainer Söderholm lobt sein Team – und kritisiert die Schiedsrichter.
続きを読む »
Eishockey-WM: Deutschland verliert 3:4 gegen die Schweiz – zieht aber ins Viertelfinale einDie deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat ihr letztes Gruppenspiel 3:4 im Penaltyschießen gegen die Schweiz verloren. Dennoch erreichte sie das beste Vorrundenergebnis ihrer Geschichte und zieht ins Viertelfinale ein.
続きを読む »
Die große Vertreibung: 100 Millionen Menschen sind auf der Flucht vor Gewalt100 Millionen Menschen sind laut Zahlen des UN-Flüchtlingshilfswerks auf der Flucht. Ein Blick auf die Konflikte, die unzähligen Menschen ihrer Heimat berauben.
続きを読む »
Fis-Präsident Eliasch: Vom Hoffnungsträger zum ProblemfallDer Konflikt um Johan Eliasch, den umstrittenen Präsidenten des Ski-Weltverbands, spitzt sich zu: Vorm Fis-Kongress sieht sich der Schwede mit einer Strafanzeige konfrontiert – und Gedankenspielen, seine Wiederwahl zu verhindern. johannes_knuth berichtet
続きを読む »