Vielen ländlichen Regionen Deutschlands fehlen Hausärzt:innen. Mit Stipendien und Landarztquote versuchen die Bundesländer, die Versorgung zu sichern.
Medizinische Versorgung auf dem Land:Da hilft kein Arzt Hausarzt Dr. Ralf-Achim Scheffel ist 76 Jahre alt und arbeitet noch immer Vollzeit. Nicht, weil er nicht gerne in Rente gehen möchte – das will er. Sondern weil er keine:n Nachfolger:in für seine Praxis findet. Sieben Jahre sucht er schon danach.
So wie Scheffel geht es vielen Landärzt:innen in Deutschland. Jedoch können oder wollen nicht alle bis ins hohe Alter weiterarbeiten wie er. Daher müssen immer wieder Praxen schließen. Denn eine:n Nachfolger:in für eine Hausarztpraxis auf dem Land zu finden – das ist mindestens so schwer wie einen Psychotherapieplatz in der Großstadt.
Sachsen stellt mit seinem Hausärzteproblem auf dem Land keine Ausnahme dar, im Gegenteil. Der Freistaat steht exemplarisch für viele andere Bundesländer. Wie eine Recherche der taz zeigt, geht in Schleswig-Holstein, Bayern, Brandenburg, Hessen, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und im Saarland bis 2035 voraussichtlich mindestens die Hälfte der heute tätigen Hausärzt:innen in Rente.
Was für Lara Herrmann kein Problem zu sein scheint, wird von vielen Ärzt:innen und Medizinstudierenden jedoch scharf kritisiert: Die Landarztquote sei ein unverhältnismäßiger Eingriff in die Berufs- und Wohnortwahl. Niemand könne vor Beginn des Medizinstudiums wissen, welche Fachrichtung ihm am meisten Spaß machen wird – geschweige denn, wo man in zwölf Jahren leben möchte.
Eine gute Lösung seien Gesundheitszentren. „Hier arbeiten die Ärzt:innen angestellt und mit anderen Gesundheitsberufen zusammen, die delegierbare Aufgaben übernehmen. So haben die Ärzt:innen mehr Zeit für die Patient:innen.“ Darüber hinaus hätten sie kein unternehmerisches Risiko, feste Arbeitszeiten sowie die Möglichkeit, in Teilzeit zu arbeiten, sagt Herrmann.
Diese Maßnahmen seien „durchaus erfolgreich“ angelaufen und würden von den „beteiligten Akteuren aktuell als zielführend und ausreichend bewertet“, heißt es vom schleswig-holsteinischen Gesundheitsministerium. Gerade werde geprüft, ob es in Zukunft weitere Maßnahmen brauche – „und ob die Landarztquote in diesem Kontext wirklich das richtige Mittel ist“.
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